Am 3. Oktober 2009 wurde die Ausstellung "FREUNDwärts - FEINDwärts" eröffnet.       Foto: Grenzübergangsstelle vor 1989 (BStU)

Ausstellung

Die Ausstellung „FREUNDwärts – FEINDwärts“ vor und im Kommandantenturm schildert Ereignisse und Lebenswege, die sich mit diesem Ort verbinden. Beispielhaft führt sie Schicksale von Flüchtlingen und Transitreisenden vor Augen. Fluchtversuche über die Grenze endeten oft mit Verhaftung oder Tod. Die Geschichte der Grenzübergangsstelle Drewitz verdeutlicht das eigentliche Ziel der Machthaber in der DDR.  Durch eine perfekte Überwachung und mit rücksichtslosen Methoden sollte die Flucht von Menschen aus der DDR verhindert werden. Am 9. November 1989 mussten die Grenzen unter dem Druck der friedlichen Revolution gegen die SED-Diktatur für die Bürgerinnen und Bürger geöffnet werden.

Multimediaguide
Mit handlichen Multimediaguides können mehr als 60 kurze historische Filmausschnitte und Tonaufzeichnungen aufgerufen werden, eine spannende Ergänzung zur Dauerausstellung. Vor dem Turm steht eine Hörsäule auch außerhalb der Öffnungszeiten zur Verfügung.

Grenzlehrpfad
Die Grenzübergangsstelle Drewitz war Teil des Grenzsystems rund um West-Berlin. Eine Installation im Freigelände mit originalen Bauteilen und Fundstücken stellt einen Querschnitt durch die Grenzanlagen dar. Seit 1952 wurde die Umlandgrenze zu West-Berlin schrittweise ausgebaut. Die innerstädtischen Grenzanlagen und die Umlandgrenze mit einer Gesamtlänge von 155 Kilometer waren zuletzt überwiegend mit schweren Rippenstreckmetallzäunen befestigt. In vielen Abschnitten, insgesamt waren es rund 45 Kilometer, wurden Sichtblendmauern aufgerichtet. Mit dem Grenzlehrpfad stellt der  Checkpoint Bravo e.V. nun erstmals in Berlin-Brandenburg eine entsprechende Installation als didaktische Unterstützung der historisch-politischen Bildungsarbeit zur Verfügung.

Ausstellungstitel                                                                                                          Der Haupttitel „FREUNDwärts – FEINDwärts“ greift das Freund-Feind-Denkschema auf, das für die Ideologie der Staats- und Parteiführung der DDR prägend war. Die Wort-Bildmarke des Titels verweist mit ihrer Farbigkeit symbolisch auch auf die geopolitische Lage (Warschauer Pakt = Rot, NATO = Blau). Der Feind befand sich aus Sicht der DDR nicht nur jenseits der Grenze, sondern insbesondere auch in der eigenen Bevölkerung. Hier knüpfen Ausstellungsthemen wie Flucht, Fahnenflucht oder Schießbefehl an. Der Untertitel benennt die historischen und in der Bevölkerung bekannten Ortsbezeichnungen für die Grenzübergangsstelle Drewitz (DDR) und die Kontrollstelle Dreilinden (West-Berlin) auf.

 

 

Teilansicht der Ausstellung im Kommandantenturm   Foto: R. Esser


Besucher der Wolfhelmschule aus Olfen (NRW)                                                                                                 im Rahmen ihrer Klassenfahrt am 5. Okt. 2016   Foto: R. Esser

Besucher der Wolfhelmschule aus Olfen (NRW)                                                                                                 im Rahmen ihrer Klassenfahrt am 5. Okt. 2016   Foto: R. Esser                                                           Impressum




© CHECKPOINT BRAVO e. V. 2016